Fahrradhelme Testsieger – Helme für Kinder und Erwachsene im Test

Die Frage, ob ein Fahrradhelm wirklich wichtig ist und viele weitere interessante Dinge über Fahrradhelme erfahrt Ihr hier.
Inhaltsverzeichnis von www.fahrradhelme-testsieger.de
Bei uns erfahrt Ihr, was ein Fahrradhelm wirklich bringt.

Bei uns erfahrt Ihr, was ein Fahrradhelm wirklich bringt.


Was ist ein Fahrradhelm?

Ein Fahrradhelm stellt eine Art Knautschzone bei einem Aufprall dar. Angefertigt werden die Fahrradhelme zumeist aus einem Hartschaumstoff oder Schaumstoff. Dadurch verteilt sich die Aufprallkraft bei einem Unfall mit dem Fahrrad auf die größere Fläche des Helmes und verringert die Bruchwahrscheinlichkeit des Schädenknochens. Außerdem werden durch die schützende Hülle des Helmes Prellungen, Platzwunden sowie Abschürfungen vermindert oder ganz verhindert.
Die modernen Fahrradhelme werden mit einem Kinnriemen, der an mehreren Punkten des Helmes befestigt ist sowie durch ein flexibles Helmfutter am Kopf fixiert. Allerdings sollten die Fahrradhelme gut angepasst werden. Von schlecht sitzenden sowie falsch angepassten Fahrradhelmen geht keine oder nur eine geringe Schutzwirkung aus. Auch nach einem Unfall muss der Helm entsorgt werden, er sollte nicht getragen werden, da nicht sichtbare Risse den Schutz des Helmes minimieren. Bereits durch ein Herunterfallen auf einen Steinboden kann ein Helm beschädigt werden und das Fahren mit dem Fahrradh ist nicht mehr so sicher wie vorher.

Verschiedene Arten von Fahrradhelmen

Angeboten werden von den Herstellern (bekannte Hersteller sind UVEX, Nutcase, Giro, Alpina und Meggy) unterschiedliche Modelle, es gibt Mikroschalen-Radhelme, Hartschalen-Radhelme sowie Weichschalen-Radhelme oder Softshell-Radhelme. Fahrradhelme, die auf dem europäischen Markt angeboten werden, müssen eine vorgeschriebene Prüfung nach der EU-Norm EN 1078 bestehen.

Am meisten verbreitet bei den Fahrradfahrer sind die Mikroschalen-Radhelme. Durch einen dünnen Kunststoffüberzug erhalten diese Fahrradhelme eine glatte Oberfläche, dadurch wird ein Abgleiten vom Untergrund vereinfacht. Ausgestattet sind die Fahrrdhelme zudem mit Lüftungsöffnungen, die dafür sorgen, dass der Fahrradfahrer nichtzu sehr schwitzt.

Aus hartem Kunststoff besteht bei den Hartschalen-Radhelmen der Überzug auf dem Schaumstoff. Allerdings sind diese Fahrradhelme sehr schwer und werden meistens nur im Downhill-Bereich oder beim Mountainbiking getragen. Zusätzlich werden diese Fahrradhelme mit einem Kinnschutz ausgestattet, der zugleich als Gesichtsschutz dient. Auch bei diesen Hartschalen-Radhelmen dient die glatte Oberfläche zum leichten Abgleiten auf dem Untergrund, außerdem bieten sie einen guten Schutz.

Besonders als Kinderhelm und Jugendhelm verbreitet sind die Weichschalen-Radhelme. Diese Fahrradhelme haben eine Schale aus Hartschaumstoff. Allerdings entsprechen diese Fahrradhelme nicht mehr dem Stand der neuesten Technik und sollten deshalb nicht verwendet werden. Durch die weiche Oberfläche kann der Helm beim Aufprall nicht vom Untergrand abgleiten, dadurch kann es zu einem Schleudertrauma kommen.


Nützt ein Fahrradhelm in der Praxis etwas?

Durch das Tragen eines Fahrradhelms sind die Kopfverletzungen um etwa 88 Prozent zurückgegangen.

Durch das Tragen von Fahrradhelmen sind die Kopfverletzungen um etwa 88 Prozent zurückgegangen.

Der Nutzen von Fahrradhelmen ist immer noch umstritten. Bei einer Studie wurden 4000 Fahrradunfälle zugrunde gelegt, bei denen die Verletzten klinisch behandelt wurden. Davon hatten 50 Prozent der Unfallteilnehmer Kopfverletzungen. Von diesen Kopfverletzungen lagen knapp 70 Prozent in dem Bereich, der durch einen Helm abgedeckt wird.

Allerdings verletzten sich 62 Prozent der Beteiligten im unteren Körperbereich. In einer britischen Studie wurde die Schutzwirkung der Fahrradhelme nachgewiesen. Alle Studien zusammen ergaben allerdings, dass durch das Tragen von Fahrradhelmen die Kopfverletzungen um etwa 88 Prozent reduziert wurden.

Auch die Anzahl der Todesfälle verringerte sich deutlich. Deshalb wird angenommen, dass die Fahrradhelme einen sinnvollen sowie auch einen wirksamen Schutz darstellen. Durch das Tragen von Fahrradhelmen können Kopfverletzungen auf jeden Fall verringert werden.

 

 


Die Geschichte vom Fahrradhelm

Bereits um 1920 wurden bei Fahrradrennen Sturzkappen getragen. Allerdings waren diese Fahrradhelme noch sehr unpraktisch. Sie lagen eng am Kopf an, sodass keine Luft zirkulieren konnte. Zudem befand sich am unteren Radhelmrand ein Lederschlauch, der den Sturz abmildern sollte. Bei Nichtgebrauch konnten die Sturzkappen zusammengefaltet werden. Trotz des umlaufenden Sturzrings war die Schutzwirkung sehr gering. Einige Radrennfahrer benutzten auch Hartschalenradhelme, wie sie zum damaligen Zeitpunkt von den Motorradfahrern getragen wurden.

Bis in die 1970er Jahre trug kaum ein Fahrradfahrer einen Fahrradhelm. Erst als sich das Fahrradfahren zum Freizeitsport und Breitensport durchsetzte, wurden Fahrradhelme angeboten. In den 1980er Jahren wurden vermehrt Fahrradhelme getragen und die ersten Gesetze, die eine Helmpflicht vorschrieben gab es zu Beginn der 1990er Jahre. Seitdem der UCI, der Weltradsportverband die Helmpflicht bei Radrennen im Jahr 2003 einführte, hat sich das Tragen von Fahrradhelmen auch im Breitensport sowie in der Freizeit durchgesetzt.


Statistiken von Fahrradunfällen

Verletzte-Figur-Fahrradunfall

Jedes Jahr sterben Fahrradfahrer durch Unfälle auf deutschen Straßen.

Jedes Jahr gibt es in Deutschland leichte und schwere Verkehrsunfälle, bei denen auch immer wieder Fahrradfahrer beteiligt sind.

Die folgenden Statistiken beziehen sich auf die Jahre 2010, 2011 und 2012 und zeigen die Zahlen der verletzten und getöteten Zweiradfahrer in Deutschland.

Die Statistik beinhaltet die gesamten Verletzten bzw. Getöteten, unabhängig davon, ob ein Fahrradhelm getragen wurde oder nicht.

Die Zahlen für 2013 werden nachgetragen, sobald diese verfügbar sind.


Getötete bei Fahrradunfällen in Deutschland 2010 bis 2013

Getötete 2010 2011 2012 2013
Benutzer von
Fahrrädern 381 399 406 folgt
Mofas, Mopeds 74 70 93 folgt

Quelle: Statistisches Bundesamt


Verletzte bei Fahrradunfällen in Deutschland 2010 bis 2013

Verletzte 2010 2011 2012 2013
Benutzer von
Fahrrädern 65 192 76 351 74 370 folgt
Mofas, Mopeds 17 173 18 609 17 251 folgt

Quelle: Statistisches Bundesamt


In vielen Studien wurden die Vorteile sowie die Nachteile von Fahrradhelmen untersucht. Aufgeführt werden von den Gegnern sowie Befürwortern auch immer wieder die Vorteile sowie die Nachteile für das Tragen von Radhelmen. In einigen Ländern ist das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich vorgeschrieben.

Vorteile von Fahrradhelmen

Voraussetzung für den Schutz durch einen Fahrradhelm ist, dass er richtig aufgesetzt wird. Der Fahrradhelm sollte waagerecht sitzen und richtig auf die Kopfgröße eingestellt worden sein. Zudem sollte der Kinngurt festsitzen, damit der Fahrradhelm nicht nach hinten rutschen oder geschoben werden kann.

Vor- und Nachteile eines Fahrradhelmes haben wir hier für Euch zusammengefasst.

Vor- und Nachteile eines Fahrradhelmes haben wir hier für Euch zusammengefasst.

Sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind und der Fahrradhelm die Zeichen für geprüfte Sicherheit aufweisen, schützt der Fahrradhelm den Kopf des Fahrradfahrers bei einem Sturz oder Unfall. Die Zeichen für geprüfte Sicherheit sind das CE-Zeichen sowie der Normhinweis EN 1078.

Der Fahrradhelm erfüllt die Funktion einer Knautschzone. Durch Bruch oder Kompression nimmt der Helm Energie auf und vermindert somit die Beschleunigung, die auf das Gehirn im Falle eines Sturzes ausgeübt wird.

Außerdem verteilen die Hartschalenfahrradhelme diese Kraft, die durch den Aufprall entsteht auf eine größere Fläche. Die Gefahr eines Bruches des Schädelknochens verringert sich deutlich.

Vermindert werden bei den Fahrradfahrern, die einen Fahrradhelm tragen zudem Prellungen und Platzwunden unter dem Bereich des Radhelmes.

Zahlreiche Studien belegten, dass sich die Anzahl der Kopfverletzungen bei Fahrradfahrern, die einen Fahrradhelm trugen, verringerten. Die Befürworter eines Fahrradhelmes sind deshalb überzeugt, dass durch den Fahrradhelm das Risiko für Kopfverletzungen verringert wird.

Deshalb schreiben die Veranstalter von Radsportveranstaltungen auch das Tragen eines Fahrradhelmes vor.


 Vorteile auf einen Blick

  • Schützt den Kopf des Fahrradfahrers bei einem Sturz.

  • Verteilt die Kraft des Aufpralles auf eine größere Fläche.

  • Das Risiko eines Schädelknochenbruches verringert sich stark.


Nachteile von Fahrradhelmen

Von Fahrradhelmen, die falsch angepasst oder falsch aufgesetzt wurden, geht keine Schutzwirkung aus.

Zu den Nachteilen von Fahrradhelmen zählen beispielsweise, dass der Helm den Kopf um etwa fünf Prozent vergrößert. Die Kräfte, die durch Beschleunigung entstehen, werden dadurch auch vergrößert.

Ebenso vergrößert sich der Kopfdurchmesser / Kopfumfang durch das Tragen eines Helmes um etwa zwanzig Prozent. Beispielsweise wird bei einem seitlichen Aufprall die Belastung für die Halswirbelsäule durch den größeren Kopfumfang erhöht.

Ebenfalls führen die Gegner an, dass die Fähigkeit der Energieaufnahme bei einem Fahrradhelm begrenzt ist und er deshalb nur einen begrenzten Schutz bieten kann.

Einige Gegner der Fahrradhelme behaupten, dass das Tragen eines Helmes auch Risiken bergen könnte.Beispielsweise wurde gesagt, dass der Fahrradfahrer durch die Sicherheit des Helmes zu einer riskanteren Fahrweise neigen könnte.

Zudem wird immer wieder von den Gegnern der Helmpflicht das Argument vorgebracht, dass sich die Anzahl der Fahrradfahrer im Verkehr durch die Helmpflicht verringern würde. Das Resultat wäre, dass sich die Gefahr für die verbleibenden Fahrradfahrer dann deutlich erhöhen könnte.

Nachteile auf einen Blick

  • Keine Schutzwirkung von falsch angepassten Fahrradhelmen.

  • Der Fahrradhelm vergrößert den Kopfumfang und verstärkt durch die physikalischen Kräfte die Wucht bei einem Aufprall enorm.

  • Der Fahrradhelm kann nur einen gewissen Schutz bieten und wird ab einer gewissen Krafteinwirkung bzw startekn Aufprall unbrauchbar.

  • Durch den Fahrradhelm entsteht bei manchen Fahrern eine trügerische Sicherheit und diese fahren risikoreicher.



Welcher Fahrradhelm für Babys und Kleinkinder?

Man sollte sich ganz genau informieren, welchen Helm man für seine Kinder kauft. Hier lest ihr, worauf beim Kauf geachtet werden muss.

Kleinkinder und Babys sollten immer einen passenden Helm tragen, dabei spielt es keine Rolle, ob sie Mitfahrer im Fahrradkindersitz sind oder ihre ersten Versuche mit einem Laufrad unternehmen.

Beim Kauf von Fahrradhelmen für Babys und Kleinkinder sollte darauf geachtet werden, dass es sich um einen Mikroschalenhelm handelt. Die Weichschalenhelme, die bisher als Kinderhelm bzw Jugendhelm angeboten wurden, entsprechen nicht mehr dem neuesten Stand der Technik.

Weichschalenhelme bestehen aus Hartschaumstoff. Durch die weiche Oberfläche können diese Helme bei einem Aufprall nicht vom Untergrund abgleiten. Dadurch kann es zu einem Schleudertrauma kommen.

Deshalb sollten die Eltern bei Kinderhelmen und Jugendhelmen nicht sparen und die Kinderhelme kaufen, die über einen Kunststoffüberzug verfügen. Das Abgleiten vom Untergrund wird durch den dünnen Kunststoffüberzug erleichtert. Zudem verfügen diese Kinderhelme und Jugendhelme über Lüftungsöffnungen, die für einen kühlen Luftstrom am Kopf sorgen.

Alle Kinderhelme sollten perfekt angepasst werden (unbedingt den Kopfumfang messen) und waagerecht auf dem Kopf sitzen. Zudem sollten die Eltern darauf achten, dass der Riemen nicht zu locker eingestellt ist.

Für den Winter werden dünne Unterziehmützen angeboten, damit der Kinderhelm auch bei kaltem Wetter festsitzt. Dicke Pudelmützen passen nicht unter einen Fahrradhelm.

Auch Kinderfahrradhelme und Jugendhelme müssen nach einem Sturz ausgetauscht werden, da die Sicherheit dann nicht mehr gewährleistet ist.


Fahrradhelme für Kinder als Mitfahrer

Unterscheiden sollten die Eltern bei den Kinderfahrradhelmen zwischen den Mitfahrerhelmen sowie den Kinderfahrradhelmen für Kleinkinder mit einem eigenen Fahrrad.

Optimal für Babys oder Kleinkinder sind die Mitfahrerhelme, die hinten etwas abgeflacht sind, damit der Kopf an die Rückenlehne des Kindersitzes gelehnt werden kann. Viele dieser Helme decken auch die Ohren ganz ab.

Da sich die Kinder nicht bewegen, reichen kleine Lüftungsöffnungen. Angeboten werden Mitfahrerhelme bereits für Kleinkinder mit einem Kopfumfang von 44 Zentimetern. Typisch für diese Kinderhelme ist, dass die Schale über die Ohren sowie im Nacken tief heruntergezogen ist.

Zudem besitzen die Mitfahrerhelme einen reflektierenden Punkt am Hinterkopf. Bei einigen Kinderhelmen kann die Größenanpassung über auswechselbare Kissen vorgenommen werden.

Beim Kauf sollten die Eltern zudem darauf achten, dass die kleinen Belüftungsöffnungen über einen Insektenschutz verfügen, damit sich keine Insekten in den Helm verirren können.


Kinderfahrradhelme für aktive Kleinkinder

Sobald die Kinder ein Laufrad oder ihr erstes Fahrrad bekommen, sollte der Kinderhelm über größere Lüftungsöffnungen verfügen. Somit kann es zu keinem Hitzestau kommen, wenn sich die Kinder viel bewegen und ins Schwitzen geraten.

Die Ohren sollten auch nicht mehr abgedeckt werden, damit die Kinder Geräusche besser wahrnehmen können. Diese Kinderhelme ähneln den Fahrradhelmen für Erwachsene.

Angeboten werden die Kinderhelme für Kopfgrößen, deren Kopfumfang bereits 46 oder 47 Zentimeter beträgt. Die Größenanpassung wird durch eine Kopfbandverstellung vorgenommen. Wichtig ist auch hier, dass die vielen Belüftungsöffnungen über einen Insektenschutz oder Visier verfügen.

Ein sehr beliebter Fahrradhelm für Kinder ist der Ked Meggy Originals Fahrradhelm des Herstellers KED Helmsysteme. Dieser Helm ist für unter 40 Eur über den Hersteller oder Amazon zu beziehen.

Sie finden den Jugendhelm / Kinderhelm auch in unserem Test. Hier geht es zum Ked Meggy Fahrradhelm Test.

Diese Kinderfahrradhelme werden von zahlreichen Herstellern in vielen bunten Farben, teilweise mit Motiven angeboten.

Hinten besitzen alle Fahrradhelme einen Reflektor, einige wurden sogar mit LED-Blinkleuchten ausgestattet. Im Angebot sind auch Kinderfahrradhelme mit einem Visier, welches allerdings auch abgenommen werden kann.


Ist das Tragen eines Fahrradhelmes Pflicht?

In Deutschland ist das Tragen eines Fahrradhelmes bisher nicht gesetzlich vorgeschrieben. Andere Länder haben bereits so eine Regelung.

In Deutschland wird das Tragen von Fahrradhelmen den Teilnehmern im Radverkehr empfohlen. Das konsequente Tragen von Fahrradhelmen schützt vor Kopfverletzungen, allerdings nicht vor Unfällen.

Da angenommen wird, dass das verpflichtende Tragen von Fahrradhelmen beim Radfahren auch unerwünschte Nebenwirkungen haben könnte, ist die Fahrradhelmpflicht sehr umstritten.

Bereits seit den 1970er Jahren wird in Deutschland darüber diskutiert, ob gesetzlich in die Entscheidungsfreiheit eines Radfahrers einen Helm zu tragen, eingegriffen werden soll.

Fahrradfahrer, die an einem Radrennen teilnehmen, sind verpflichtet einen Fahrradhelm zu tragen, sonst werden sie von der Teilnahme ausgeschlossen.

Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen in Deutschland gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, sollte sich jeder Radfahrer mit einem Fahrradhelm vor Kopfverletzungen schützen.

Speziell für Kleinkinder, Kinder sowie für Jugendliche ist das Tragen von Fahrradhelmen äußerst wichtig.


Länder, in denen das Tragen eines Fahrradhelmes gesetzlich geregelt ist:

  • Beispielsweise müssen Kinder unter zwölf Jahren seit dem 31. Mai 2011 in Österreich einen Fahrradhelm tragen.
  • Gesetzliche Vorschriften zum Tragen von Fahrradhelmen in der Schweiz gibt es bisher nicht. Allerdings liegt ein Gesetzesentwurf seit 2008 vor, somit kann die Helmpflicht jederzeit eingeführt werden.
  • Alle Fahrradfahrer müssen in Spanien außerhalb geschlossener Ortschaften einen Fahrradhelm tragen. Allerdings entfällt die Helmpflicht bei extremer Hitze, an langen Steigungen sowie bei medizinischer Indikation.
  • In Tschechien müssen alle Radfahrer unter 18 Jahren bereits seit 2005 einen Fahrradhelm tragen.
  • Ebenfalls besteht in der Slowakei eine generelle Helmpflicht außerhalb geschlossener Ortschaften für alle Radfahrer. Fahrradfahrer unter 15. Jahren müssen grundsätzlich einen Fahrradhelm tragen.
  • Auch in Schweden müssen alle Fahrradfahrer unter 15 Jahren seit 2005 einen Helm tragen. Seitdem ist die Zahl getöteter Radfahrer um über 50 Prozent gesunken.
  • Alle Fahrradfahrer müssen in Finnland einen Fahrradhelm tragen.
  • Auch außerhalb Europas gibt es in einige Staaten die Pflicht, einen Fahrradhelm zu tragen. Grundsätzlich muss ein Fahrradhelm in Neuseeland sowie in Australien getragen werden. In den USA wird die Helmpflicht durch ein Gesetz in den Bundesstaaten geregelt. Für Kinder und Jugendliche besteht in 22 US-Bundesstaaten eine Helmpflicht.

Natürlich sollte jeder einen Fahrradhelm tragen, der auch den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Diese Fahrradhelme sind in der Europäischen Union sowie der Schweiz an dem GS-Zeichen und der Prüfnummer EN 1078 zu erkennen. Um die Prüfnummer zu erhalten, muss der Fahrradhelm eine vorgeschriebene Prüfung bestehen. Beispielsweise müssen die Fahrradhelme mit einem Gewicht zwischen 3,1 bis 6,1 Kilogramm einen Fall aus einer Höhe von anderthalb Metern mit einer Aufschlagsgeschwindigkeit von 19,5 km/h überstehen.

Zudem ist es wichtig, dass der Fahrradhelm richtig getragen wird. Ein Fahrradhelm muss auf die Kopfgröße eingestellt werden, er wird waagerecht getragen. Zudem muss der Kinnriemen so fest sitzen, damit der Helm nicht vom Kopf geschoben werden kann. Außerdem wird empfohlen, den Fahrradhelm alle fünf Jahre zu erneuern.

 


Welche Größe brauche ich?

Damit der Fahrradhelm vor den Gefahren im Straßenverkehr schützt, ist ein exakt passender Fahrradhelm unerlässlich. Falsche Helmgrößen führen dazu, dass der Fahrradhelm verrutscht und im Notfall nicht sicher schützen kann.

Zum Ermitteln der Helmgröße wird ein Maßband benötigt. Gemessen wird der größte Kopfumfang. Dazu wird das Maßband um den Hinterkopf gelegt und in einer Höhe von etwa einem Zentimeter über den Augenbrauen zusammengeführt. Das Maßband sollte nicht zu stramm sitzen, aber es darf ebenso nicht rutschen. Die Haare werden natürlich mit gemessen. Praktisch ist es natürlich, wenn eine zweite Person das Messen übernimmt. Der Wert kann so besser abgelesen werden.

Dieses Maß ergibt in Zentimetern die Helmgröße. Viele Hersteller wie zb UVEX und Meggy, empfehlen zum gemessenen Maß einen Zentimeter hinzuzuaddieren, um die ideale Größe zu erhalten. Beträgt der Kopfumfang beispielsweise 58 Zentimeter, dann werden für die Helmgröße 59 Zentimeter zugrunde gelegt.

Angeboten werden von den Herstellern Fahrradhelme in den Größen von XXS bis XXL an. Allerdings geben die Hersteller zu jeder Größe eine Kopfumfangsspanne mit an, wie beispielsweise 58 bis 62 Zentimeter.

Jetzt muss der Radhelm noch auf die passende Kopfgröße eingestellt werden. Die meisten Fahrradhhelme verfügen über ein komfortables Drehradverstellsystem. Damit wird die genaue Größe eingestellt. Beachtet werden sollte, dass sich die vordere Kante des Radhelms oberhalb der Augenbrauen befindet. Dann ist die Sicht nicht beeinträchtigt, außerdem wäre der Radhelm sonst zu groß.

Beim Fahrradhelmkauf sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass der Radhelm mit einer Sportbrille getragen werden kann. Wichtig ist es zwar, dass der Helm eng sitzt, aber er darf keineswegs drücken. Zu enge Fahrradhelme können zu Druckstellen und zu Kopfschmerzen führen.

Für Kinder werden ebenfalls passende Radhelme angeboten, die Helmgröße wird für Kinder genauso wie für Erwachsene ermittelt. Allerdings sollte bei Kindern die Kopfgröße regelmäßig kontrolliert werden, damit sie immer einen exakt passenden Fahrradhelm tragen.


Welches Material ist am sichersten?

Ein Fahrradhelm dient in erster Linie der eigenen Sicherheit, deshalb ist es ratsam, auf eine gute Qualität zu achten. Zudem sollten die Fahrradhelme die bekannten Sicherheitsnomen erfüllen. Erkennbar sind gute Fahrradhelme am TÜV-Siegel oder der CE-Kennzeichnung. Bereits diese Siegel garantieren, dass die Anfertigung der Fahrradhelme dem europäischen Standard entsprechen.

Angeboten werden Hartschalen-Radhelme sowie Mikroschalen-Radhelme. Weichschalen-Radhelme, die bisher als Kinderhelm weit verbreitet waren, sollten nicht verwendet werden. Ebenfalls nicht für Kinder. Die weiche Oberfläche gleitet im Fall eines Aufpralls nicht von dem Untergrund ab. Dadurch kann es zu einem Schleudertrauma kommen.

Bei den Hartschalen-Radhelmen besteht der Überzug aus einem harten Kunststoff. Die Hartschalen-Radhelme werden fast nur im Downhill-Bereich verwendet, da sie relativ schwer sind. Diese Fahrradhelme besitzen manchmal einen Kinnbügel als Gesichtsschutz. Durch die glatte und harte Oberfläche bieten die Hartschalen-Radhelme einen guten Schutz gegen mechanische Einwirkungen. Außerdem erleichtert die glatte, harte Oberfläche das Abgleiten vom Untergrund.

Am weitesten verbreitet sind die Mikroschalen-Helme. Diese Fahrradhelme haben einen dünnen Kunststoffüberzug, häufig aus Polykarbonat und besitzen deshalb eine glatte Oberfläche. Durch die glatte Oberfläche wird das Abgleiten vom Untergrund erleichtert. Innen sind gute Radhelme mit einem stoßdämpfenden Schaumstoff ausgekleidet. Zudem verfügen diese Fahrradhelme über Lüftungsschlitze, damit der Fahrradfahrer bei hohen Temperaturen im Sommer nicht schwitzt. Durch die Lüftungsschlitze wird kühle frische Luft um den Kopf herumgeleitet. Wichtig ist auch ein solides Gurtsystem, damit der Kinnriemen gut eingestellt werden kann. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Gurtsystem auch mit Handschuhen geöffnet werden kann.

Sichere Fahrradhelme sind mit Reflektoren ausgestattet, die den Fahrradfahrer im Dunklen sichtbar machen. Im Straßenverkehr können sie schneller erkannt werden und dadurch werden Unfälle vermieden.

Spielt die Farbe des Fahrradhelmes eine Rolle?

Für Kinderhelme sind gut sichtbare und bunte Farben wichtig. Bei Erwachsenen spielt die Farbauswahl eine untergeordnete Rolle, da die Fläche des Helms vergleichsweise gering ist. In diesem Fall ist eine leuchtende und mit Reflektoren ausgestattete Kleidung sinnvoller. Allerdings sollten alle Fahrradhelme mit Reflektoren ausgestattet sein, damit sie im Dunklen von den anderen Verkehrsteilnehmern schneller gesehen werden können. Zusätzliche Sicherheit kann ein kleines Blicklicht bieten, welches bei einigen Modellen bereits integriert ist.


Gibt es Ersatzteile für meinen Helm?

Einige Markenhersteller bieten für ihre Fahrradhelme Ersatzteile an. Dabei handelt es sich um Pads für die Polsterung und es werden Kinnpolster angeboten. Zudem gibt es Schrauben oder Zubehörteile wie zum Beispiel einen Schirm. Ebenfalls können Riemenhalter ersetzt werden. Zum nachträglichen Einsatz gibt es den Insektenschutz.

Alle Hersteller empfehlen, einen Fahrradhelm nach einem Sturz sofort auszutauschen. Kleine Haarrisse, die durch einen Sturz oder ebenso durch ein Herabfallen auf den Fußboden entstehen können, sind nicht zu sehen. Allerdings beeinträchtigen diese Haarrisse die Sicherheit der Fahrradhelme enorm.

Gibt es spezielle Fahrradhelme für Rennfahrer?

Für die Radrennfahrer ist bei Rennveranstaltungen das Tragen eines Fahrradhelms Pflicht. Einige Firmen haben sich auf die Herstellung von Fahrradhelmen für den Radsport spezialisiert und bieten spezielle Raddhelme für die unterschiedlichen Radrennen an. Unterschieden wird zwischen Straßenrennen, dem Radsport sowie dem Downhill und Dirtbike-Bereich. Die Letzteren besitzen einen zusätzlichen Kinnschutz.


Alkohol und Fahrradfahren?

Nach § 316 StGB können auch Fahrradfahrer im Straßenverkehr wegen Trunkenheit belangt werden. Sobald das Fahrrad nicht mehr sicher geführt werden kann, liegt eine Trunkenheitsfahrt vor. Allerdings gibt es für Radfahrer keine feste Promillegrenze.

Alkohol und Fahrradfahren

Alkohol und Fahrradfahren sollte man nicht tun, da auch hier der Führerschein in Gefahr ist.

Sollte der Fahrradfahrer im Verkehr auffällig geworden sein, kann allerdings ebenso die Promillegrenze von 0,5 Promille, die für Kraftfahrzeuge gilt, für eine Ordnungswidrigkeit herangezogen werden. Verursacht der Fahrradfahrer sogar einen Unfall, dann ist die 0,3-Promillegrenze, wie bei Autofahrern ausschlaggebend.

Der Bundesgerichtshof hat eine absolute Fahruntüchtigkeitsgrenze für Radfahrer bei 1,7 Promille festgesetzt. Allerdings sind bei einigen Gerichten schon 1,5 Promille für eine Fahruntüchtigkeit durchaus ausreichend. Fahrradfahrer, die unter Alkoholeinfluss andere Menschen gefährden, können wegen “Gefährdung des Straßenverkehrs” nach § 316c StGB verurteilt werden.

Speziell Führerscheinbesitzer sollten sich das Radfahren unter Alkoholeinfluss sehr gut überlegen. Die Führerscheinbehörde kann in diesem Fall eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen, obwohl der Verkehrsteilnehmer kein Auto benutzt hat. Das Testergebnis ist dann ausschlaggebend, ob der Führerschein entzogen wird.


Hersteller von Fahrradhelmen

Der wohl bekannteste Hersteller von Fahrradhelmen ist die Firma UVEX Winter Holding GmbH & Co. KG UVEX hat seinen Sitz in Fürth in Deutschland und stellt neben Fahrradhelmen auch Helme für den Rennsport und Reitsport her. Ein weiterer bekannter Hersteller von Fahrradhelmen ist KED Helmsysteme. KED konzentriert sich auf Helme und Brillen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ein weiterer wichtiger Hersteller auf dem deutschen Markt ist nutcase.  Das Unternehmen konzentriert sich auf Rad & Skate, Wassersport, Ski und Snow, Kids, Jugendhelme und Motorradhelme. Ein wichtiger internationaler Hersteller von Helmen ist GIRO. Das Unternehmen stellt neben Fahrradhelmen auch Schuhe und weitere Produkte für den Sportbereich her.